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Der Switch -
Wie eine Bridge ist ein Ethernet- oder Token-Ring-Switch ein Gerät des
Layers 2 im ISO-OSI-7-Schichten Basisreferenzmodell. Im Gegensatz zur
Bridge, die für eine bessere Nutzung der Bandbreite im Gesamtnetz und nicht
in den einzelnen Netzsegmenten sorgt, ermöglichen sie zusätzlich eine
bessere Nutzung der Bandbreite in jedem Segment. Jedes Paket, das im Switch
ankommt, untersucht das Gerät auf die Adresse des Zielsegments. Dorthin
wird es dann weitergeleitet. Ist das Paket für dasselbe Segment bestimmt,
aus dem es kommt, wird es verworfen und nicht erneut übertragen. Die
Verbindung zwischen zwei Segmenten wird direkt geschaltet. Verbindet man
Workstations über Switches, steht ihnen zur Kommunikation die gesamte
Bandbreite des Netzwerks zur Verfügung. Switches realisieren also, im
Gegensatz zu normalen shared LANs, dedizierte Verbindungen zwischen Hubs
oder Workstations und können so den Durchsatz im Netz stark erhöhen.
Switches für normale LAN-Technologien wie Ethernet oder Token Ring arbeiten
dabei auf Paket- oder Frame-Ebene. ATM-Switches arbeiten völlig anders. Die
Pakete werden in Cells von 53 Bytes aufgeteilt, das Switching und die
virtuellen Verbindungen bei ATM erledigt ein ATM-Switch vollständig auf
Basis dieser Cells [10]. Ein Switch schaltet direkte, dedizierte
Verbindungen zwischen angeschlossenen Hubs, Workstations oder Servern. Auf
jeder Kommunikationsstrecke steht damit die gesamte Bandbreite des
Netzwerkes zur Verfügung. Stark belastete Workstations und Server werden
daher direkt am Switch angeschlossen. Für Switches haben sich zwei
Technologien etabliert: Cut-Trough und Store-and-Forward.
Cut-Trough-Switches untersuchen nur die ersten Bytes eines Pakets, um Quell-
und Zieladresse zu erfahren. Anschließend senden sie das Paket direkt
weiter, ohne den Rest auszulesen und zu überprüfen. Dadurch können ungültige
oder defekte Pakete den Switch passieren, dafür ist die Verzögerungszeit
dieses Typs sehr kurz. Für Cut-Through-Switches sind zwei unterschiedliche
Hardware-Implementationen verbreitet. Ein Cross-Bar-Switch schickt das Paket
sofort weiter, wenn die Adressen ausgelesen sind. Anschließend arbeitet er
praktisch nur noch als Repeater, da er den Pfad von der Quelle zum Ziel
bereits aufgebaut hat. Dies kann zu Verzögerungen führen, da ein Paket
unter Umständen zwischengespeichert werden muß, wenn der Ziel-Port nicht
frei ist. Ein Cell-Backplane-Switch dagegen ist eher vergleichbar mit einem
ATM-Switch, allerdings ist der Switch selbst für die Aufteilung der Pakete
in Cells zuständig. Jede der vom Switch erzeugten Cells erhält einen
speziellen Header mit der Adresse des Ziel-Ports. Dort werden die Cells
zwischengespeichert und wieder zum Ausgangspaket zusammengesetzt und an das
Ziel weitergeleitet. Die Bandbreite der Backplane, die die einzelnen Ports
miteinander verbindet, ist bei diesen Switches um ein Vielfaches Höher als
die Bandbreite aller Ports zusammengenommen, Modelle einzelner Hersteller
erreichen hier 1 GBit pro Sekunde und mehr auf der Backplane. Gerade bei
stark ausgelasteten Netzen können Cell-Backplane-Switches für einen
besseren Durchsatz im Netz sorgen als Cross-Bar-Switches.
Store-and-Forward-Switches untersuchen im Gegensatz zu den
Cut-Through-Modellen das gesamte Paket. Dazu werden sie im Switch
zwischengespeichert und daraufhin überprüft, ob sie ungültig oder defekt
sind. Diese werden verworfen, alle anderen entsprechend der Zieladresse an
den zugehörigen Port weitergeleitet. Diese Switch-Typen erkennen sehr viele
Fehler im Netzwerkverkehr und können so die Netzwerklast verringern. Durch
die Methode, die Pakete zwischenzuspeichern und komplett zu analysieren, führen
sie andererseits eine Verzögerung ein, die diesen Effekt wieder aufheben
kann.
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