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Netzwerkgrundlagen und Co.
 
Netzwerk: NetBIOS

 

NetBIOS bedeutet Network Basic Input Output System. 1983 wurde es von Sytek Corporation für IBM ("the big blue") entwickelt und von IBM 1984 eingeführt.

NetBIOS ist zunächst nur ein so genanntes Application Programmable Interface (API), das durch eine LAN-Programmierung durch fest definierte Funktionsaufrufe den Programmieraufwand reduziert. Dazu beschreibt NetBIOS die Schnittstelle zwischen einem Betriebssystem und einem beliebigen Transportsystem.

Das Protokoll nutzt NetBEUI als Transportprotokoll und erstreckt sich dabei von der OSI-Schicht drei bis zur Schicht fünf und ist damit kein Transportprotkoll im engeren Sinne. Es besteht aber auch die Möglichkeit, NetBIOS lediglich als anwendungsorientiertes Protokoll der OSI-Schicht-5 auf andere Transportprotokolle wie SPX/IPX oder TCP/IP aufzusetzen.

Darüber hinaus bietet NetBIOS Anwendungsprogrammen die Möglichkeit des Aufbaus virtueller Transportverbindungen und der Verwaltung symbolischer Namen für Rechner im Netzwerk (so genannte NetBIOS-Namen). Somit erweitert NetBIOS die Möglichkeiten des eigentlichen BIOS um die Fähigkeit, Informationen über eine Netzwerkkarte (NIC) ein- und auszugeben.

NetBIOS-Netze sind einfach zu managen, solange sie auf eine geringe Größe begrenzt bleiben. Da NetBIOS viele Broadcasts generiert, führt es zu einer erheblichen Reduzierung der Bandbreite, wenn über WAN-Verbindungen kommuniziert wird. NetBIOS kann nicht geroutet werden, da es keinen Netzwerklayer hat, auf dem ein Router aufsetzen könnte. Dieser eklatante Nachteil kann jedoch durch NetBIOS over TCP/IP kompensiert werden, so dass NetBIOS auch "routingfähig" wird.

 

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Letzte Änderung an dieser Datei: 30 Jul 2010 06:54     © 2002 Computerjockey