Active Directory :
Begriffe und Konzepte
Arbeitsgruppe (peer to peer) kontra Domäne
(Client/Server):
| Arbeitsgruppe |
Domäne |
| alle Rechner können Ressourcen zur Verfügung
stellen |
Zentrale Kontenführung auf bestimmten Rechnern
(Domänencontroller) |
| Konten ( Authentifizierung ) auf allen Rechnern, die Ressourcen
zur Verfügung stellen |
Mit einer Authentifikation erhält man Zugriff auf alle
nötigen Rechner |
| >> komplexe Verwaltung bei vielen Rechnern |
>>vereinfachte Verwaltung, gute Skalierbarkeit |
Überblick Verzeichnisdienst (AD):
- speichert Informationen zu Objekten (d.h. Netzwerkressourcen
wie Benutzer, Computer, Drucker, usw.)
- stellt Informationen zentral zur Verfügung (anders
als die Netzwerkumgebung!)
- hohe Skalierbarkeit, geringere TCO
- unterstützt Standards wie DNS, DDNS, LDAP, HTTP, UPN, UNC,
...
- >> zentrale Verwaltungsmöglichkeit für
Administratoren
- (>>zentraler Ressourcenzugriff ür Benutzer, falls
gewünscht )
Begriffe:
Schema:
- legt Objektklassen und dazugehörige Attribute fest
| Objektklasse |
Attribut |
Attributwert |
| Benutzer |
Anmeldename |
Administrator |
| |
Kennwort |
g7Erfg |
| Computer |
Name |
Dozi
|
das Schema kann um neue Klassen und diese um neue Attribute
erweitert werden (durch „Schemaadmins“ oder Anwendungen
wie Exchange 2000)
globaler Katalog:
- speichert alle Attributwerte von Objekten der eigenen
Domäne
- speichert einige Attributwerte von Objekten in der
Gesamtstruktur
- >>schnelle Suche, weniger Netzverkehr
DNS:
- stellt den Namensraum für ADS zur Verfügung
- ermöglicht Clients das Auffinden von Rechnern, die den
gewünschten Dienst anbieten (z. B. DCs zur
Authentifizierung)
Vertrauensstellung:
- sind die Voraussetzung für die
domänenübergreifende Rechtevergabe (Rechte
zusätzlich nötig)
|
|
|
- gegenseitig, transitiv (durchgreifend) |
| - in Strukturen und Gesamtstrukturen |
|
|
- einseitig, nicht transitiv |
| - zwischen Gesamtstrukturen oder NT4 Domänen (Kv5) |
Replikation:
- - sorgt für möglichst aktuelle (gleiche) Daten auf
allen Domänencontrollern
- >> gleiche Infos unabhängig vom speziellen
Domänencontroller
- - repliziert Schema-, Konfigurations- und
Domänendaten
Namenskonventionen:
- - definierte Namen: DC=de; CN=users; CN=Administrator
- - relativ definierte Namen: CN= Administrator
- - UPN Administrator@de
- - GUID: 128 bit global eindeutig
logische Elemente von AD:
| Domänen |
- ACLs, Sicherheitsrichtlinien und
Verwaltungsrechte sind nicht domänenübergreifend |
| - enthalten alle Netzwerkobjekte einer
Domäne |
| - enthalten nur die Infos zu Objekten einer
Domäne |
| >> stellen einen Sicherheitsbereich und eine
Replikationseinheit dar |
| Organisationseinheiten (OU) |
- logische Unterteilung innerhalb einer
Domäne |
| - Containerobjekt, das andere Objekte enthalten
kann |
| - Einsatz: |
a) Delegation von Verwaltungsaufgaben |
| |
b) Vorgabe einheitlicher Arbeitsumgebungen (Software,
Desktop) |
| Struktur (Baum, Tree) |
- gemeinsamer DNS-Namensraum für über- und
untergeordnete Domänen
|
| - Vertrauensstellung zwischen über und
untergeordneten Domänen |
| - gemeinsames Schema |
| - gemeinsamer globaler Katalog |
| Gesamtstruktur (Wald, Forrest) |
- getrennter DNS-Namensraum der Strukturen |
| - Vertrauensstellung zwischen Ausgangsdomänen
der Strukturen |
| - >>in einer GS vertrauen sich alle
Domänen |
| - gemeinsames Schema |
| - gemeinsamer globaler Katalog |
physische Elemente von AD:
| Standorte |
- verbundene Teilnetze, die über eine schnelle, permanente
und zuverlässige Verbindung verfügen (meistens LAN
Grenzen)
|
| - ist kein Bestandteil des Namenraums |
|
- ein Standortobjekt enthält nur Computer- und
Verbindungsobjekte für die Replikation
|
| - eine Domäne kann mehrere Standorte umfassen und ein
Standort kann mehrere Domänen beinhalten |
| Domänencontroller (DC) |
- unterhält den Anteil der Domäne am
Gesamtverzeichnis |
| - führt die Replikation durch |
| - arbeiten im Multimasterprinzip |
| - sorgen für Fehlertoleranz (>1) |
| - verwaltet Authentifikation und suchen in AD |
Active Directory Installation:
Voraussetzungen:
- WIN 2000 Serverprodukt
- NTFS Partition oder Datenträger mit min. 250-1000MB freiem
Platz
- TCP/IP installiert -(DNS Verwendung einstellen)-
- Adminrechte (lokal <>Organisation, Domäne)
Erstellen einer Domäne (>Rechner wird
Domänencontroller):
- AD Installationsassistenten starten (dcpromo oder Server
konfigurieren)
- Neue Domäne wählen (Typ festlegen: neue GS, neue
Struktur, untergeordnete Domäne)
- DNS Namen der Domäne festlegen (z.B. raum.223.indi)
- Netbiosname (Standard: DNS bis zum ersten Punkt (z.B. raum));
15Zeichen, eindeutig Kompatibilität mit vor WIN 2000
Windows-Systemen und einigen Anwendungen
- Speicherort der Datenbank und Protokolldateien angeben
(Standard: WINNT)
- SYSVOL Speicherort (auf allen DCs erforderliche Dateien, die
während der Anmeldung oder des Starts benötigt werden
(Repl))
- WIN 2000 oder NT 4 kompatible Berechtigungen (JEDER in
PRE-WIN2000 Gruppe einfügen)
- Kennwort für den Wiederherstellungsmodus festlegen
Erstellen eines weiteren DCs in einer Domäne:
- (Statische IP, Domänenmitglied, DNS Client)
- dcpromo
- >> Fehlertoleranz und Lastausgleich bei mehr als einem DC
(Multimasterprinzip)
- AD Daten werden von einem existierendem DC bezogen
- Active Directory kann auch unbeaufsichtigt installiert werden:
dcpromo/answer:ANTWORTDATEI nur [DCinstall] Section
Installation und Standorte:
- der Assistent erzeugt ein Serverobjekt in dem Standort, in dem
Teilnetz sich der Rechner befindet
- ist kein Teilnetz definiert, wird das Serverobjekt in
Standardname-des-ersten-Standorts erstellt
Auflistung einiger der Änderungen, die durch die
AD-Installation getätigt werden:
- Kerberos v5 Authentifizierungsdienst
- Ausstellen eines DC Zertifikat (X.509)
- Registrierungseinträge
- AD Datenquellen für Systemmonitor
- Verwaltungsprogramme (AD ...)
- Datenbankpartitionen (Domäne, Schema, Konfiguration)
- Standard-Zugriffskontrolllisteneinträge für AD
Objekte und Dateien werden vergeben
- „Dienste“ auf Autostart stellen
- Sicherheitseinstellungen für AD und FRS Dienst
- Standardrichtlinien werden implementiert (-aus den
Sicherheitsvorlagen)
- Netlogon wird eingerichtet (Freigabe für NT Clients um
Skripte und Systemrichtlinien bereit zu stellen)
Überprüfen des Installationsvorgangs:
- Ereignisanzeige
- DNS SRV Einträge (netdiag)
- SYSVOL und Datenbank und Protokolldateien
Domänen-Modus:
- nach der Installation befindet sich eine Domäne im
gemischten Modus; in diesem Modus können NT 4 BDC's
unterstützt werden (Single Master Emulation)
- sind keine NT 4 BDC's mehr vorhanden und nötig, kann mit
den AD Verwaltungsprogrammen in den einheitlichen Modus gewechselt
werden. In diesem Modus sind zusätzliche Features
verfügbar (z.B. universal Gruppen). Der Wechsel ist nur
einmalig und in diese Richtung möglich!
Deinstallation:
- ein DC kann mit dem Installationsassistenten wieder zu einem
normalen Server degradiert werden. Sollte dies der letzte DC der
Domäne gewesen sein stirbt auch die Domäne.
- Dom- und Org- Adminrechte nötig (und eine einwandfreie DNS
Implementierung)
MS Empfehlungen:
- funktionierende DNS Implementierung
- verwende eine Domäne (für den Anfang)
- verwenden mehrer DC's für eine Domäne
- verteilen der Datenbank, Protokolldateien und des SYSVOL auf
unterschiedliche Platten
DNS-ADS Zusammenarbeit und Integration:
Zusammenarbeit:
- DNS löst den Host bzw. den FQDN in IP-Adressen auf
- ADS und DNS verwenden den gleichen Namensraum
- AD nutzt DNS als Namensdienst
z.B. Zugriff eines Clients auf den Authentifizierungsdienst
einer WIN 2000 Domäne (Kerberos): Der Client fragt seinen DNS
Server und dieser sieht in seinen SRV Einträgen nach um den
Namen eines DC's zu ermitteln. (dann A Eintrag für die IP
Adresse)
- >> der Client meldet sich am DC an...
SRV Einträge:
| ldap |
0 |
100 |
384 |
dozi.de |
| Dienst |
Priorität (bevorzugt verwendet KLEIN) |
Gewichtung (Lastausgleich bei gleicher Priorität) |
Portnummer |
Recher, der den Dienst für die Domäne .de
anbietet. |
- >> zusätzlich A Eintrag erforderlich (Name, IP)
- netdiag: Kommandozeilentool aus den Supporttools (/fix
korrigiert einige Probleme)
Active Directory Integrierte Zone:
- DNS Daten werden in AD gespeichert (primäre Zone:
Datei)
- >>DNS Daten werden mittels Replikation an alle DC's
übertragen
- >>„bessere“ Fehlertoleranz, Lastausgleich
(alles „Schreibzonen“)
- >>Übertragungen sind sicher (Verschlüsselt, da
Replikationsverkehr)
- weitere AD-INT Sicherheitsfeatures: - Rechtevergabe auf
Zonendaten
- nur gesicherte Aktualisierungen (d.h. Auth.)
- weniger Verwaltungsaufwand
DNS Server installieren (als Vorbereitung auf ADS
Installation):
- statische IP-Adresse
- Domänennamen eintragen (Netzwerkidentifikation)
- DNS Dienst installieren
- Forward lookup Zonen einrichten (dyn. Aktualisierungen
zulassen)
- Reverse lookup Zonen (falls gewünscht)
- Zone als AD-INT modifizieren (falls gewünscht)
- nur gesicherte Aktualisierungen einstellen (falls
gewünscht)
- Zugriffssteuerung über AD einstellen (falls
gewünscht)
Mindestanforderungen an DNS für ADS:
- SRV Einträge unterstützt
- Dynamische Zonenaktualisierungen (empfohlen)
- IXFR (empfohlen)
MS Empfehlungen:
- DNS Standardnamenskonventionen einhalten
- Min. 2 DNS Server pro Zone
- AD-INT Zonen verwenden
- Clients sollten DNS am Standort nutzen
Benutzer und Gruppen:
Benutzer und Namen:
| Anzeigename - (sollte vollständiger Name
sein) |
DisplayName |
notwendig |
einzigartig im Container |
nicht zur Anmeldung geeignet |
| UPN (z.B. user@ms.com) |
userPrincipleName |
optional |
einzigartig in der Gesamtstruktur |
Anmeldung: user@ms.com |
| Pre-Windows2000 Name (z.B. user) |
Anmeldename - samAccountName |
notwendig |
einzigartig in der Domäne |
Anmeldung: user + Domäne (aus
Menü) |
Massen Im/Export von Objekten:
| Progamme csvde.exe |
csvde.exe (nur hinzufügen) |
|
ldifde.exe (hinzufügen, löschen, ändern)
|
| z.B. Benutzerkonten |
| erforderliche Daten |
Pfad zur ErstellungsOU |
| Objektklasse |
| Anmeldename |
| empfohlene Daten |
UPN |
| Konto de/aktiviert |
| mögliche Daten |
persönliche Angaben |
| nicht möglich |
Kennwort |
Standard Verwaltungsaufgaben:
- Kennwort zurücksetzen
- Konto löschen
- Konto umbenennen
- Konto verschieben
- Konto de/aktivieren
- Konto „entsperren“
Hilfsmittel: suchen in AD
Gruppen:
Gruppentyp:
- Sicherheit (Standard)
- Verteiler (GID wird nicht in Benutzer-Token aufgenommen)
- >> keine Rechtevergabe möglich
Gruppenbereiche:
- global:
- in der eigenen und allen vertrauenden Domänen
verfügbar
- kann nur Benutzerkonten der eigenen Domäne aufnehmen,
- (im einh. Modus auch globale Gruppen der eigenen
Domäne)
- lokale Domänengruppe:
- nur in der eigenen Domäne verfügbar
- kann Benutzer und globale Gruppen aus jeder vertrauten
Domäne aufnehmen
- (im einh. Modus auch: universal Gruppen der GS und
- lokale Domänengruppen der eigenen Domäne)
- universal:
- nur im einheitlichen Modus verfügbar
- in der GS verfügbar
- kann Benutzer, globale Gruppen und lokale Domänengruppen
aus der GS aufnehmen
MS Gruppenstrategie:
- Benutzer => gl. Gruppe => (gl. oder. uni Gruppe) =>
lok. Dom.-gruppe <= Ressourcenrechte
Empfehlungen:
- erstelle Benutzerkonten für Personen, die
regelmäßig Ressourcen des Netzes nutzen
- verwende Gruppen um Benutzern Rechte für Ressourcen
zuzuweisen
- verwende die MS Gruppenstrategie
- nutze für viele neue Benutzerkonten den
Massenerstellungsprozess
- verwende UPN Namen für Benutzer (in untergeordneten
Domänen den Suffix der Stammdomäne verwenden...)
Veröffentlichen von Ressourcen in AD:
Vorteil: Auffinden von Ressourcen im zentralen AD
Verzeichnis, ohne die physischen Orte der Ressourcen kennen zu
müssen. (SUCHEN IN AD, (evt. DSCLIENT))
Insbesondere nützlich, falls sich der physikalische Ort
ändert.
DSClient: (für 9x Systeme)
- Suchen in AD
- DFS Client (kann 98 auch ohne DSClient)
- Kennwörter in der Domäne zurücksetzen
Veröffentlichung von: freigegeben Ordnern, Druckern,
Dienste
Freigaben:
- Freigabe erstellen (diese werden nicht automatisch
veröffentlicht, Explorer...)
- Freigegebenen Ordner veröffentlichen (falls
gewünscht: AD Benutzer & Computer)
- dem freigegebenen Ordner evt. eine Beschreibung und
Schlüsselwort zuweisen
Drucker:
Printserver, die WIN 2000 Domänenmitglieder sind,
veröffentlichen ihre Drucker automatisch in AD
(Standardeinstellung, kann über GPO geändert werden).
Checkbox „Anzeigen in Verzeichnis“ unter Drucker - (RM)
Freigabe
Nicht WIN 2000 Printserver: - freigegebene Drucker müssen
manuell veröffentlicht werden.
- Drucker auf dem Printserver erstellen und freigeben
- entweder über AD B&C: Neu - Drucker, oder mit VB
Skript pubprn.vbs
Druckerobjekte:
- WIN 2000: am jeweiligen Printserver (sichtbar machen:
„Benutzer, Gruppen und Computer als Objekte“)
- nicht WIN2000: am Erstellungsort
Verwaltungsaufgaben:
- verschieben (innerhalb von AD Domäne)
- verbinden (Clients nutzen den Drucker als Netzwerkdrucker)
- öffnen (Verwaltung der Druckerwarteschlange und
darüber auch ruckereigenschaften)
- Eigenschaften (AD Objekteigenschaten)
Drucker und Standorte:
Standorte:
- werden anhand von IP Teilnetzen unterschieden, denen sie
zugeordnet sind
- Suche nach Druckern am gleichen Standort
Vorgehen:
- aktiviere: Unterscheidung nach Standorten in einem GPO (z.B. AD
B&C auf Domänenebene) (optional)
- erstelle ein IP Teilnetz und verknüpfe es mit einem
Standort (AD S&D: Subnets)
- konfiguriere das Standortattribut des neuen Teilnetzes (AD
S&D: Subnets Eigenschaften)
- konfiguriere das Standortattribut der Drucker
(Druckereigenschaften)
MS Empfehlungen:
- veröffentliche häufig genutzte Freigaben und Drucker
(die möglichst permanent sind)
- verwende einfache, aussagekräftige Beschreibungen und
Schüsselwörter für Freigaben
- verwende einfache, aussagekräftige Beschreibungen und
Standortnamen für Drucker
- (veröffentliche Rssourcen in der OU, die die
Benutzerkonten enthält)
- lege die nötigen Zugriffsrechte über ACLs fest
Ressourcen und Rechte:
| NTFS - Rechte |
AD - Rechte |
| (Dateien, Verzeichnisse, Drucker) |
(AD - Objekte) |
|
Zugriffssteuerung
|
| Token <=> ACL |
Token <=> ACL |
|
Vererbung
|
| Rechte werden an untergeordnete Verz. und
Dateien vererbt |
Rechte werden an untergeordnete Container und Objekte
vererbt
|
| kann am untergeordneten Objekt deaktiviert
werden |
kann am untergeordneten Objekt deaktiviert
werden |
|
Standardrechte
|
| Jeder: Vollzugriff |
Jeder: „eingeschränktes lesen“
...weitere Einträge... |
|
resultierende Rechte
|
| Dateirechte überschreiben die
Verzeichnissrechte |
Einzelobjektrechte überschreiben Containerrechte
|
| verweigern ist dominant |
verweigern ist dominant |
| Rechte sind kumulativ |
Rechte sind kumulativ |
| kopieren: |
| Rechte des übergeordneten Ordners werden
übernommen |
|
|
| verschieben: |
| anderes Laufwerk: siehe kopieren; gleiches
Laufwerk: Rechte bleiben erhalten |
|
| verschieben: |
| die explizit vergebenen Rechte bleiben
erhalten |
|
Freigaberechte:
- auch auf Fat, Fat 32
- nur bei Netzwerkzugriffen relevant
- bei NTFS & Freigaberechten gilt:
| NTFS: |
kumulativ |
=> Ergebnis NTFS |
Gesamtergebnis: restriktiv |
| Freigaberechte: |
kumulativ |
=> Ergebnis Freigabe |
DFS: ...zentralisiertes Freigabesystem mit Verweisen zu
den einzelnen Freigaben...
Zugriffssteuerung:
Sicherheitsprinzipal:
- Objekt mit eindeutiger ID (SicherheitsID, SID) über das
Zugriffe vorgenommen werden (z.B. Benutzer, Sicherheitsgruppen,
Computer, Dienste)
Sicherheitseinstellungen: (Objektanhang)
- Sicherheitsinformationen für den Zugriff auf ein
Objekt:
- Besitzer (darf Berechtigungen für das Objekt
ändern)
- Zugriffskontrolllisten (ACL):
- DACL (Zugriffssteuerung) (z.B: Jeder LESEN zulassen)
- SACL (Zugriffsüberwachung)
Kerberos: (Authentifizierungsprotokoll für WIN 2000
Domänen)
- Kerberos verteilt Tickets für Benutzer und Dienste, die
eine begrenzte Lebensdauer haben und die Basis für die
Erlaubnis des Zugriffs auf Ressourcen darstellen
Zugriffs-Token:
- wird während der Anmeldung vom lokalen
Sicherheitsteilsystem erstellt und enthält: die SID des
Benutzers, die SIDs aller Gruppen (in denen der Benutzer
Mitglied ist) und die speziellen Rechte (Privilegien) des
Benutzers (z.B. lokal anmelden, Besitz übernehmen,...)
- jeder Prozess, der vom Benutzer gestartet wird wird mit den
Rechten dieses Tokens gestartet
- bei jedem Zugriff auf ein Objekt wird der Token mit den
Sicherheitseinstellungen des Objekts verglichen und somit
ermittelt, ob der angeforderte Zugriff erlaubt ist.
Delegation von Verwaltungsaufgaben:
- erlaubt es dem „Chef-Admin“ genau bestimmte
Aufgaben von anderen Benutzern ausführen zu lassen z.B.:
- Verwaltungsrechte nur innerhalb eines Containers
(Containerstruktur)
- Verwaltungsrechte nur auf bestimmte Objektklassen innerhalb
eines Containers (Containerstruktur)
- Verwaltungsrechte nur für bestimmte Eigenschaften von
bestimmten Objekt(klass)en innerhalb eines Containers
(Containerstruktur)
- Assistent:
- (RM) auf gewünschten Container =>Objektverwaltung
zuweisen
- Benutzer/gruppe wählen, die Rechte erhalten soll
- Art der Verwaltungsaufgabe festlegen (was mit welchen
Objekten)
Empfehlungen:
- vergebe Verwaltungsrechte nur auf OU Ebene
- vergebe Verwaltungsrechte an Gruppen (Gruppenstrategie)
- schule Benutzer, die Verwaltungsaufgaben übernehmen
- verwende den Objektverwaltungszuweisungsassistenten
- verwende „verweigern“ sparsam
- protokolliere die Vergabe von Verwaltungsrechten
- halte Dich bei der Vergabe an die Unternehmensrichtlinien
- stelle den „Hilfsadmins“ angepasste
Verwaltungskonsolen zur Verfügung
Gruppenrichtlinien:
- erlauben es Administratoren die Arbeitsumgebung für
Benutzer + Rechner bedarfsgerecht vorzukonfigurieren
- einmalige Konfiguration → dauerhafte Anwendung
- Auswahl von Gruppenrichtlinien-Einstellungen wie:
Software-Installation; Ordner-Umleitung; Desktop anpassen; Skripte;
Sicherheitskonfiguration
GPO enthält Gruppenrichtlinieneinstellungen:
| GPC(Container) |
- AD-Objekt |
| GPT(Template) |
- Datei auf SYSVOL |
- Eine Gruppenrichtlinie wird mit „Wirkungsort“ (z.B.
Domäne oder OU) verknüpft.
- Eine Gruppenrichtlinie kann mit mehreren
„Wirkungsorten“ verknüpft werden.
| (RM) auf Objekt → Eigenschaften → Reg.Karte
Gruppenrichtlinie |
| Neu: erstellt GPO und verknüpft es mit dem Objekt
(z.B. OU) |
| Hinzufügen: verknüpft mit existierendem
GPO |
GPO Abarbeitungsreihenfolge:
- lokal
- Standort (mehrere: Prioritätsliste)
- Domäne (mehrere: Prioritätsliste)
- OU (mehrere: Prioritätsliste)
- Alle Gruppenrichtlinien werden verwendet
- Gruppenrichtlinien werden in Active Directory vererbt
- Bei Konflikten überschreibt die zuletzt angewandte
Richtlinie die anderen
- Eine Gruppenrichtlinie mit „kein Vorrang“ wird als
letzte abgearbeitet (d.h. sie stezt sich immer durch)
- Die Vererbung kann unterbrochen werden, wobei aber nicht
selektiert werden kann. „kein Vorrang“ Richtlinien
setzen sich aber dennoch durch.
- Gruppenrichtlinien können für bestimmte Benutzer
gefiltert (gesperrt) werden, indem man einer Gruppe, in der der
Benutzer Mitglied ist, das Recht „Gruppenrichtlinie
übernehmen“ entzieht
- GPOs können vom System ermitteln lassen, ob eine
Verbindung langsam ist
Anwendung von Gruppenrichtlinien:
- Gruppenrichtlinien wirken nur auf Benutzer und
Computer, die sich im „Wirkungsbereich“
(Domäne, OU, etc.) der Gruppenrichtlinie befinden. Die
Position des Benutzer bzw. Computer-Objekts in AD ist also sehr
wichtig.
- Gruppenrichtlinien können Benutzer und/oder
Computereinstellungen beinhalten
- Computereinstellungen wirken auf einen Rechner (unabhängig
vom Benutzer). Beim Start des Rechners und in Intervallen (90 min
„Mitglied“ Computer, 5 min DC)
- Benutzereinstellungen wirken auf einen Benutzer
(unabhängig vom Computer). Bei der Anmeldung und in
Intervallen.
- Bei Konflikten zwischen Benutzer und Computereinstellungen
setzen sich die Computereinstellungen durch.
- mit der Loopback-Einstellung übernimmt der Computer die
Benutzereinstellungen seiner OU, statt der des eigentlichen
Benutzers.
- für Gruppenrichtlinien können die Benutzer und/oder
Computereinstellungen deaktiviert werden
Nützliche Tools:
- gepresult: zeigt verwendete GPOs und mehr an
- secedit: z.B. zum sofortigen Aufrischen der
Gruppenrichtlinien
- secedit /refreshpolicy machine_policy
- secedit /refreshpolicy user_policy
- replmon.exe: Domänenreplikation
Delegation der Verwaltung von Gruppenrichtlinien:
| GPO Verknüpfungen: |
- „Objektverwaltung zuweisen“ |
|
- gplink und gpoption Attribut |
| GPOs erstellen: |
- Mitglied der „Richtlinien-Ersteller-Besitzer“
Gruppe |
|
- Mitglied der „DOM-Admin“ Gruppe |
| GPOs bearbeiten: |
- Schreib / Lese-Rechte für das GPO |
|
- Sicherheitsregisterkarte für das GPO |
MS-Empfehlungen:
- verwende nicht zu viele GPOs für einen Rechner bzw.
Benutzer (start/anmeldezeit !)
- verwende ein GPO für ähnliche Richtlinien
(z.B. alle Desktopeinstellungen)
- begrenze den Einsatz von „kein Vorrang“,
Vererbungsdeaktivierung und Gruppenfiltern.
- vermeide den Einsatz von GPOs an Standorten mit mehreren
Domänen
- delegiere GPO Verwaltungsaufgaben nur an wenige (geschulte)
Benutzer


Gruppenrichtlinien - Softwareverteilung
Softwarekreis: Software kaufen, verteilen, unterhalten,
entfernen
Windows Installer Dienst: (arbeitet mit IntelliMirror)
|
Client und Server mit
Dateisystemeinstiegspunkt
|
 |
 |
| Installerdienst (msiexec.exe) |
- nur Lese-Recht |
| Anwenden bestimmter „Pakete“ |
- DFS als zentralen Einstiegspunkt |
|
(Installation, Modifikation, Reparatur und Entfernen von
Software)
|
- Verstecken ($) |
Pakete: (am Softwareverteilungpunkt bereitstellen)
| *.msi |
Installationspaket: |
Infos über Installation, nötige Dateien,
Reg-Einträge, … |
| *.mst |
Transform: |
modifiziert *.msi Angaben (nur bei der
Installation) |
| *.msp |
patch: |
modifiziert Software nachträglich |
| *.zap |
Textdatei |
veröffentlicht Software (selbst
erstellbar) und ist unabhängig vom Installerdienst, allerdings
eingeschränktere Möglichkeiten |
| |
(benötigt nicht den Installer)
|
z.B.:
|
[Application] |
| |
FriendlyName = "ACRO 5" |
| SetupCommand = "\\dozi\acro\acrobat50d.exe" |
| [Ext] |
| pdf= |
| |
+ benötigte Installationsdateien |
GPO - Softwareverteilung
|
Veröffentlichen (beim Anmelden)
|
Zuweisen (beim Anmelden) |
Zuweisen (beim Starten) |
|
Bereitstellung in der Systemsteuerung Software →
Installation
|
Bereitstellung in der Systemsteuerung Software →
Installation
|
Installation beim Start des Rechners
|
|
Installation durch Aufruf einer Datei mit verknüpfter
Erweiterung (optional)
|
Installation durch Aufruf einer Datei mit verknüpfter
Erweiterung (immer)
|
|
| |
Installation bei Aufruf der Anwendung über das
Startmenü (Desktop)
|
|
|
De/Neu-installation durch Benutzer
|
De/Neu-installation durch Benutzer
|
Deinstallation über Systemsteuerung Software nur durch
Admins Rep. Durch Benutzer
|
|
*.msi, *.zap
|
*.msi
|
*.msi
|
Intellimirror: automatische Reparatur der Anwendung bei Defekt
(nur Installer)
Unterhalten (upgraden) der Software
- Optionales Update:
- Benutzer entscheidet, wann und ob das Update durchgeführt wird
- Verbindliches Update:
- nur neue Version der Software ist verfügbar
Entfernen der Software
- Optionales Entfernen:
- Software bleibt im momentanen Zustand auf dem Rechner (Keine Einflussmöglichkeit mehr)
- Erzwungenes Entfernen:
- Die Software wird von den Rechnern entfernt
Kategorien:
- Übersichtliche Gestaltung von Systemsteuerung Software
für die Installationsauswahl → Softwareinstallation
Eigenschaften → Kategorien → Neue Kategorien
erstellen
Datenerweiterungen:
- verknüpft Installation einer Anwendung mit einer Dateierweiterung → Dateierweiterungen
- Priorität, falls 2 Anwendungen die gleiche Erweiterung nutzen
MS Empfehlung:
- verwende nicht 2 unterschiedliche Methoden um die gleiche Software zuzuweisen
Konfiguration der Benutzerumgebung
- Administrative Vorlagen, Skripte, Orderumleitungen, Sicherheitseinstellungen
Administrative Vorlagen:
| (modifizierten Registrierungsschüssel: |
HKey_Current_User |
- bei Anmeldung des Users |
| |
HKey_Local_Machine) |
- beim Start des Rechners |
Die Modifizierung bleibt so lange gültig wie deren GPO und ueberschreibt
normalerweise die lokale Einstellung.
- gespeichert in:
%SYSTEMROOT%\system32\GroupPolicy\Machine\Registry.pol und auf dem DomänenController in der Freigabe:
SYSVOL\"domäne“\Policies
- Grobgliederung der administrativen Vorlagen:
|
|
Zugriff auf Tools und Betriebssystem z.B.
- Taskplaner verfügbar
- NetMeeting (Freigabe, Chat deaktivieren…
- MMC: Welche Snap-Ins dürfen verwendet werden …,
Autorenmodus erlaubt
- IE: Welche Eigenschaften können konfiguriert werden …
|
  |
|
|
z.B.
- nur bestimmte Programme erlauben / verweigern werden
(Namensangabe) → Taskmanager deaktivieren; Registrierungstools
verbieten; Kommandozeile verbieten
- Verhalten bei fehlender Treibersignatur
- Gruppenrichtlinien: Loopback, langsame Verbindungen,
Aktualisierungsintervalle…
- Sicherheitsfenster Alt-Strg-Entf (Computer sperren,
Kennwort,…)
- Anmeldung / Abmeldung: Programme, synchron / asynchron
- Datenträgerkontingente
|
  |
|
|
- Offline-Dateien
- welche Operationen sind in der Netzwerkumgebung möglich
(Eigenschaften von NISs ändern, RAS-Verbindungen erstellen,
…)
|
  |
|
|
- Veröffentlichungseigenschaften
- Webbasiertes drucken
|
 |
|
|
- einstellen, welche Optionen verfügbar sind (Suchen, Hilfe,
Abmelden, …)
- Änderungen verweigern
- persönlich angepasste Menüs …
|
 |
|
|
- was wird auf dem Desktop angezeigt
- was wird Active Desktop erlaubt
|
 |
|
|
- was wird angezeigt
- welche Operationen sind erlaubt (Software, Drucker,
Anzeige)
|
 |
Loopback Modus:
Durch diese Richtlinie wird der Satz von
Gruppenrichtlinienobjekten für diesen Computer für jeden
Benutzer angewendet, der sich an einem Computer anmeldet, für
den diese Richtlinie gilt. Unabhängig von dessen speziellen
Benutzerrichtlinien. (Wenn beispielsweise das Office einem Benutzer zugewiesen
wurde, kann es mit dem Loopback-Modus an diesem Rechner und für diesen
Benutzer deaktiviert werden.) Diese Richtlinie wurde für Computer
mit besonderem Zweck, wie z. B. Computer in Bibliotheken, Laboren
oder Klassenzimmern, wo die Benutzerrichtlinie je nach Computer
geändert werden muss.
Es gibt zwei Modi: Ersetzen und Zusammenführen:
- Beim Ersetzen entspricht die Benutzerkonfiguration den
GPO-Benutzereinstellungen der OU unabhängig vom Benutzer
- Beim Zusammenführen werden die Benutzereinstellungen des Benutzers mit
den der OU zusammengeführt. Bei Konflikten gewinnt die
OU-Einstellungen.
Es wird die Gruppenrichtlinie von der OU angewendet, in der der
Computer sich befindet.
| Die 3 Einstellungsmöglichkeiten für
Gruppenrichtlinien: |
Ergebnis |

Skripte:
 |
Start |
*.bat, *.cmd, *.vbs; perl, javascript |
 |
Anmelden |
z.B. - Programme / Dienste starten / beenden -
Netzlaufwerke verbinden + Konfiguration … |
 |
Abmelden |
 |
Herunterfahren |
|
| Standard |
synchron |
asynchron |
|
nacheinander |
gleichzeitig |
Übung: Datei: Anmeldung.bat:
start /high sol.exe
net use k: \dozi.de/user:user@de user
für Dienste:
net start tlntsvr oder
net stop tlntsvr
Ordner umleiten:
Nur für Benutzer

- Ressourcen zentral gespeichert
- einfachere Sicherung (Backup)
- Daten unabhängig vom Anmelderechnern
------- vergleich Umleitung<>Server
gespeichertes Profil -------
|
Profil
|
Umleitung
|
|
- beim Anmelden: laden des gesamten Profils (inkl. Eigene
Dateien) übers Netz
|
- Dateien werden nur bei Bedarf übers Netz kopiert
|
|
- Profil wird auch lokal gespeichert
|
- Speicherung nur im Netz
|
| - Eigene Dateien |
Umleitung: \Server%USERNAME% (Standard) |
| - StartMenü |
| - Desktop |
UNC Pfad pro Gruppe (Erweiterung) |
| - Anwendungsdaten |
|
Weitere Einstellungen: (Standard)
- Benutzer bekommt Exklusivrechte
- Daten aus "Eigene Dateien" werden an den Umleitungsort
verschoben
Sicherheitseinstellungen: ( nur öffentliche
Schlüssel)
- Kontorichtlinien:
- Kennwörter (Länge, Alter, …), -
Kontosperrung,
- Kerberosrichtlinien
- Lokale Richtlinien:
- Überwachungsrichtlinien: (erfolgreich,
fehlgeschlagen)
- Objektzugriff (NTFS-Objekte: Dateien, Verzeichnisse,
Drucker)
- AD-Zugriff (AD-Objekte)
- Rechteverwendung (gebrauch spezieller Rechte (privilegien))
[z.B. Systemzeit ändern]
- Kontenverwaltung (Zugriff auf Benutzer-Konten)
- Richtlinienänderungen …
- Prozessverfolgung (Prozessaufrufe → Entwickler)
- Anmeldeereignisse
- Anmeldeversuche
- zuweisen von Benutzerrechten (privilegien, spez. Rechte): (z.B.
lokale Anmeldung, Besitz übernehmen, Dateien sichern, Dateien
wiederherstellen, …)
- Sicherheitsoptionen: (z.B. nicht signierte Treiber,
Auslagerungsdatei am Ende löschen)
- Ereignisprotokoll: - Größen, Speichermethode,
Aufbewahrungszeit, Sicherheitsprotokoll → falls Platte voll,
Rechner herunterfahren
- eingeschränkte Gruppe: - festlegen, wer in einer Gruppe
Mitglied sein darf → automatische Entfernung aus der
Gruppe
- Systemdienste: festlegen der Startart, … der
Dienste
- Dateisystem: Berechtigungen, Überwachungseinstellung
für Dateien / Verzeichnisse
- Registrierung: Berechtigungen, Überwachungseinstellung
für Registry-Schlüssel
- IPSec Richtlinie: welche IPSec Richtlinie wird zugewiesen
- Richtlinie öffentlicher Schlüssel: z.B.
- Wiederherstellungsagent
- welchen Zertifikatsstellen wird vertraut
Arbeit mit Sicherheitsrichtlinien:
über Verwaltungskonsolen können die Sicherheitseinstellungen der lokalen
GPO (lokale Sich.-linie), der Standarddomänenrichtlinie (Sich.-linie für
Domänen) und der Standarddomänencontrollerrichtlinie (Sich.-linie für DC's)
angezeigt werden.
- Sicherheitsrichtlinien können im-/exportiert werden →
Standardvorlagen (*.inf):
|
DC
|
Srv
|
WS
|
|
basic
|
basic
|
basic
|
|
secure
|
|
secure
|
|
hisec
|
|
hisec
|
|
 |
Höhere Sicherheit
geringere Kompatibilät |
Hilfsmittel: Snap-Ins:
- Sicherheitsvorlagen
- Sicherheitskonfiguration und -analyse
- lokale Sicherheitsrichtlinie
- secedit
|
- Konfiguration / Erstellung von Vorlagen
- Vergleich zwischen tatsächlichen und
Vorlagen-Einstellungen
- → lokale + effektive Eintellungen
- (Analyse, Konfiguration, Aktualisierung)
|
Überwachung:
- Überwachung in den Überwachungsrichtlinien aktivieren (Erfolg / Fehler)
- Am überwachten Objekt die Überwachung aktivieren:
- Wer?
- Welche Rechte?
- Erfolg / Fehler
- Überwacht
werden können Objektzugriffe (NTFS-Objekte) und AD-Zugriffe. Der Ort
sollte die OU für Domaincontroller sein.
- Auswerten (Mit Hilfe einer Suchmaske in der Ereignisanzeige im
Systemprotokoll)
Richtlinien werden lokal auf dem jew. Computer überwacht.
MS Empfehlungen:
- Eigene Dateien sollten umgeleitet werden
- beachten der Reihenfolge von Skripten
- Bei Verwendung von Loopback: Alle Rechner in einer OU
- verwende nicht zu viele GPOs
Beim Hinzufügen eines zweiten DC's mittels dcpromo wird man um
Eingabe eines Passwortes gebeten. Auf diesem Rechner kann man sich nicht lokal
anmelden, sondern nur noch als Administrator mit genau diesem Passwort. Zum
Ausführen für dcpromo muss man Domänenadmin sein. Der zweite DC löscht alle
lokalen Konten (bis auf das genannte) und repliziert selbsständig die Konten
eines anderen DC's.
Multi-Domänen Umgebung:

Gesamtstruktur (GS): (Wald, Forrest)
- besteht aus einer oder mehreren Strukturen
- gemeinsames Schema
- (gemeinsame Konfiguration)
- gemeinsamer globaler Katalog (enthält einen Teil der Daten
aller Objekte der GS) im Gegensatz zum einfachen DC
DC: enthält alle Daten aller Objekte seiner
Domäne
Gründe für mehrere Domänen:
- Domänen sind Sicherheitsbereiche
- →streng getrennte Verwaltung
- Domänen sind Replikationsbereiche
- → weniger bzw. Kontrolle des Replikationsverkehrs
- unterschiedliche Sicherheitseinstellungen
- (z.B. Kennwortlängen, ...)
- NT-Domänenstruktur kann erhalten bleiben
Vertrauensstellungen: (in einer GesamtStruktur)
- gegenseitig (bidirektional)
- transitiv (durchgreifend)
- werden automatisch eingerichtet zwischen:
- über- und untergeordneten Domänen in einer
Struktur
- den Stammdomänen der Strukturen
Die Vertrauensstellung ermöglicht es einem Benutzer mit dem
Konto seiner Domäne in vertrauenden Domänen auf
Ressourcen zuzugreifen. (Allerdings benötigt der Benutzer
explizite Rechte auf die Ressourcen)
Authentifizierung in den Domänen:

- Authentifizierung über Kerberos entlang des
Vertrauen-Weges vom Benutzer zur Ressource
- Bei langen Wegen kann ein Shortcut-Trust (Verknüpfte
Vertrauensstellung) eingerichtet werden, um den Zugriff zu
beschleunigen.
Vertrauensstellungen außerhalb eine
Gesamtstruktur:

- einseitig
- nicht transitiv
- manuell zu erstellen
Der Ressourcenzugriff findet entgegen der Richtung des
Vertrauens statt.
Zwischen:
- Win2000 Domänen in getrennten Gesamtstrukturen
- zwischen Win2000 Domänen und NT4.0 Domänen
- Win2000 Domänen und einem Kerberos 5 Bereich
Einrichten von Vertauensstellungen:
- Active Directory Domänen + Vertrauensstellungen
- (Cmd) NetDOM

Eintrag auf GS 1: (hamburg.de)

Eintrag auf GS 2: (.de)

Globaler Katalog → Anmeldung:
- → Anmeldung über UPN (z.B. test@berlin.de)
- → Mitgliedschaften in Universal Gruppen
Einrichtung eines Globalen Katalog-Servers (GC):
- → AD-Standorte + Dienste
- → Standort
- → Server
- → „Name des Servers“
- → NTDS Settings Eigenschaften
Universal Gruppe:
- → wird auf GC geführt
- wird an alle GCs der Gesamtstruktur repliziert
I Empfehlung:
- Einsatz reduzieren
- platziere andere (globale) Gruppen in Universalgruppen (keine
Benutzer)
- ändere die Mitgliedschaft in universal Gruppen
möglichst selten
- (nur Änderungen werden repliziert)

MS Empfehlungen:
- verwende die Gruppenstrategie A→ G→ (G)→
(U)→ LD<=P
- verwende Shortcut Trusts für lange Vertrauenswege
- verwende einen GC an jedem Standort (mit viel Netzverkehr)
Replikation und Standorte:
Replikation: Abgleich der AD-Daten zwischen DC’s
- Multimasterprinzip
- Benachrichtigungsprinzip bei Änderungen an einem DC
- Benachrichtigung „Verzögerung“ 5min
- ohne Benachrichtigung: stündliche Replikation
- bestimmte Änderungen werden sofort weitergegeben →
repliziert (z.B. Kontosperrung)
- mögliche Konflikte durch Multimasterbetrieb
- Replikation von Änderungen anhand der USN (update sequence
number)
- Konflikte:
- Zeitstempel
- Lost and Found (Objekte ohne Zuordnung)
Replikationstopologie
Kreistopologie:
Standorte:

- Replikationsoptimierung
- Zugriffsoptimierung (z.B. Anmelden)
- Standort erstellen
- (Standard: 1 Standort für alles)
„Standardname des ersten Standortes“
- Standortverbindungsobjekt angeben (Standard:
„DefaultIPSiteLink“)
- IP-Teilnetz erstellen und dem Standort zuordnen. (zur
Identifizierung des Standortes)
- DC('s) in den Standort installieren (automatisch nach
IP-Adresse) oder vorhandene verschieben
- [Lizenzserver einrichten (muss kein DC sein)]
Standorte und Replikation
|
Standort intern (intra)
|
Standort übergreifend (inter)
|
|
- zwischen den DCs eines Standortes (s.o.)
|
- zwischen Brückenkopf-Servern in den unterschiedlichen
Standorten keine Ringtopologie
|
|
- verwendet Benachrichtigungsmechanismus
|
- Replikationsverkehr ist zeitgeplant (manuell) - Zeitintervall
- Zeiträume
|
|
- Replikationsverkehr ist nicht komprimiert
|
- Replikationsverkehr ist komprimiert
|
| |
optimiert für minimale Bandbreiten-auslastung
|
|
- (RPCs über IP) als Protokoll
|
- (RPCs über IP) oder SMTP als Protokoll
|
| |
Verbindungsojekte werden auch hier automatisch erstellt (KCC,
ISTG)
|
|
RPC
|
SMTP
|
|
- keine CA nötig
|
- erfordert Zertifikate → CA
|
| |
- asynchron (ignoriert Zeitpläne)
|
| |
- Einsatz bei unzuverlässigen Netzen!
|
Standortverbindungsobjekte
- logische Repräsentation einer physikalischen
Verbindung
AD Standorte + Dienste: Inter-Site Transports
- Transportmechanismus (Protokoll: IP oder SMTP)
- Verbundene Standorte (min. 2)
- Kosten:
- Bevorzugte Verbindung bei mehreren Verbindungen (kleiner Wert
bevorzugt)
- Replikationsintervall (Standard: 180min)
- Zeitplan: Wann darf repliziert werden (z.B. nur 22.00 - 2.00
Uhr)
Standortverknüpfungsbrücke:
- fasst Standortverbindungsobjekte zusammen, wobei sich deren Kostenwerte
aufsummieren
Im Normalfall ist das nicht nötig, da Standortverbindungsobjekte von selbst
aus ein transitives Verhalten aufweisen.
Tools:
| replmon.exe |
- Support Tool !!!!! |
| repadmin.exe |
- Support Tool (CMD) |
MS Empfehlungen:
- min. 1 DC pro Standort
- min. 1 DNS pro Standort
- evtl.1 GC pro Standort (nur bei viel Anfrageverkehr)
- plane die standortübergreifende Replikation auf
ausgelasteten Verbindungen zu Zeiten, wo der Verkehr gering
ist
Betriebsmasterrollen (FSMO)
FSMO - flexible single master
operation
- bestimmte Aufgaben werden im Single-Masterbetrieb
durchgeführt (d.h. nur ein Rechner kann (darf) diese
Aufgabe wahrnehmen, welcher auch DC sein muss)
- Die Betriebsmaster repliziert die Änderungen an die
anderen DC's
- Jeder DC kann eine Betriebsmasterrolle übernehmen
Verteilung der Betriebsmasterrollen:
|
Schema-Master: DC 1
|
erster DC der GS
|
einmal pro GS |
 |
|
Domänennamens-Master: DC 1
|
erster DC der GS
|
|
PDC-Emulator: DC 1, DC A
|
erster der Domäne
|
einmal pro Domäne |
|
RID-Master: DC 1, DC A
|
erster der Domäne
|
|
Infrastruktur-Master: DC 1, DC A
|
erster der Domäne
|
|
Schema-Master:
|
-
verwaltet alle Änderungen und Aktualisierungen am Schema (nur Schema-Admins dürfen das Schema ändern)
-
einmalig pro GS
|
sollten beide auf einem Rechner laufen
|
|
Domänennamens-Master:
|
-
verwaltet das Hinzufügen und löschen von
Domänen in der GS (Organisations-Admins)
-
muss auch GC sein
-
einmalig pro GS
|
|
PDC-Emulator:
|
-
übernimmt die Rolle des PDC für NT4.0 BDC's in einer
gemischten Domäne
- übernimmt die Kennwortänderung
von nicht-W2k-Clients und reduziert die Verzögerung bei
Kennwortänderungen !!!
- Zeitsynchronisierung, deswegen auch im einheitlichen Modus wichtig
-
verhindert
Konflikte bei der Replikation von GPO's (Standartmässig werden sie dort
erstellt)
-
einmalig pro Domäne
|
Wenn ein Benutzer sein Kenwort vergessen hat, und ich setze es an einem anderen
DC zurück, wird es dem PDC-Emulator sofort mitgeteilt. An dem DC, an dem sich
der Benutzer anwählt, gilt aber zwischen 5-15 min noch das alte Kennwort. Der
DC stellt also ein anderes Kennwort fest und übermittelt deshalb die Anmeldung
an den PDC-Emulator.
|
|
RID-Master: (Relative ID)
|
-
weist anderen DC's Blöcke von relativen IDs zu, mit denen
die DC's Objekte erstellen können
-
Jedes Objekt hat
eindeutige Objekt-ID: Domänen-ID + relative ID
-
verschieben von Objekten zwischen Domänen:
-
nur auf
RID-Master - CMD: movetree
-
einmalig pro Domäne
-
(der Sinn ist erkennbar, wenn Objekte in Standorten erstellt werden, die
nicht permanent mit der Domäne verbunden sind...)
|
|
|
Infrastruktur-Master:
|
-
prüft, verwaltet die Konsistenz von
Gruppenmitgliedschaften (z.B. 1 Benutzer wird in eine andere
Domäne verschoben, Domänenübergreifende
Gruppenmitgliedschaft)
-
gleicht Daten mit dem GC ab
-
nicht auf dem selben Rechner wie der GC!
-
Empfehlung: selber Standort wie GC
-
einmalig pro Domäne
|
Da bei einer Domäne ohne getrennte Rollen alle Master auf einem Server laufen,
ist es egal, ob der ISM korrekt funktioniert
|
Tools zum Anzeigen und Ändern der
Betriebsmasterrollen
| |
Ändern + Anzeigen |
nur Ändern
|
nur Anzeigen
|
|
Schema Master:
|
AD-Schema Snap-In
(RM)AD-Schema
|
ntdsutil.exe (Inbesondere bei erzwungenen
Übernahmen) |
Replmon.exe
- zu überwachenden Server hinzufügen
- Eigenschaften des Servers
- Reg. Karte FSMO-Roles
|
|
Domänennamens Master:
|
AD-Domänen + Vertrauensstellungen
(RM)AD-Domänen +
Vertrauensstellungen
|
|
PDC Emulator:
|
AD-Benutzer + Computer (RM)AD-Benutzer +
Computer
|
|
RID Master: (Relative ID)
|
|
Infrastruktur Master:
|
|
Übertragen
|
(erzwungenes) Übernehmen
|
|
einer Bertriebsmasterrolle
|
|
- BM ist funktionsfähig und verfügbar
|
- BM ist nicht verfügbar oder funktionsfähig
|
|
→ komplette Datenübertragung
|
→ möglicher Datenverlust
|
|
Vorgehensweise (Infrastruktur Master und PDC):
-
AD Benutzer + Computer
-
(RM) Verbindung mit DC herstellen (DC, der die Rolle
übernehmen soll)
-
(RM) Betriebsmaster
-
Reg. Karte Infrastruktur Master →
Ändern
Vorgehensweise (RID, Dom., Schema):
- mit ntdsutil.exe übertragen
|
|
Verhalten bei Fehlern auf dem Betriebsmaster
|
-
PDC-Emulator
-
Infrastruktur Master
|
-
Schema Master
-
Domänennamen Master
-
RID Master
|
-
feststellen wie schwer der Fehler ist (Zeit)
- feststellen, welcher DC die Rolle hat
- erzwungene Übernahme der Rolle auf einen anderen DC - neuen Master auf Funktion überprüfen
- [nach Reparatur des ursprünglichen Masters, kann dieser die Rolle zurück übernehmen]
|
- feststellen wie schwer der Fehler ist
- den „defekten“ Master dauerhaft vom Netz trennen
- Replikationszyklus abwarten, erzwungene Übernahme auf anderen DC
|
- Ursprünglichen Schema-, Domänennamen- und RID-Master niemals wieder herstellen
- Die Systemfestplatte des ursprünglichen Masters vor einer Weiterverwendung formatieren
|
MS-Empfehlungen:
- vermeide häufige Rollenwechsel
- übertrage die Betriebsmasterrollen, bevor ein DC
abgewertet wird
- beachte den Netzwerkverkehr für Kennwortänderungen,
wenn die Rolle des PDC-Emulators vergeben werden soll
- regelmäßige Prüfung, ob die Rollen sinnvoll
verteilt sind
- Schema Master und Domänennamen Master sollten auf
einem DC platziert werden
- positioniere einen GC-Server im Standort des
Infrastruktur-Masters, aber verwende nicht den gleichen DC als GC
und Infrastruktur-Master
Movetree.exe

F:\>movetree /start /s thomas.hamburg.de /d
raik.veddel.hamburg.de /sdn
cn=egon,ou=verwaltung,ou=firma,ou=christoph,dc=hamburg,dc=de /ddn
cn=egon,cn=users,dc=veddel,dc=hamburg,dc=de
| Beispiel: |
(Voraussetzung: Mitgliedschaft in der Gruppe
Organisations-Admin) |
| Movetree |
/start
/s andreas.kreuzberg.berlin.de :(QuellDC)
/d sofa.berlin.de :(ZielDC)
/sdn CN=benutzer,CN=users,DC=kreuzberg,DC=berlin,DC=de
:(QuellDN)
/ddn CN=benutzer,CN=users,DC=berlin,DC=de :(ZielDN)
|
D:>movetree /?
THE SYNTAX OF THIS COMMAND IS:
MoveTree [/start | /continue | /check] [/s SrcDSA]
[/d DstDSA] [/sdn SrcDN] [/ddn DstDN] [/u Domain] [/p Password] [/verbose]
| /start |
: Start a move tree operation with /check option
by default. |
|
: Instead, you could be able to use
/startnocheck to start a move |
|
: tree operation without any check. |
| /continue |
: Continue a failed move tree
operation. |
| /check |
: Check the whole tree before actually move any
object. |
| /s <SrcDSA> |
: Source server's fully qualified primary DNS
name. Required |
| /d <DstDSA> |
: Destination server's fully qualified primary
DNS name. Required |
| /sdn <SrcDN> |
: Source sub-tree's root DN. |
|
: Required in Start and Check case. Optional in
Continue case |
| /ddn <DstDN> |
: Destination sub-tree's root DN. RDN plus
Destinaton Parent DN. |
Required
/u <Domain> : Domain Name and User Account
Name. Optional
/p <Password> : Password. Optional
/verbose : Verbose Mode. Pipe anything onto screen.
Optional
EXAMPLES:
movetree /check /s Server1.Dom1.Com /d Server2.Dom2.Com
/sdn OU=foo,DC=Dom1,DC=Com /ddn OU=foo,DC=Dom2,DC=Com
/u Dom1/p *
movetree /start /s Server1.Dom1.Com /d Server2.Dom2.Com
/sdn OU=foo,DC=Dom1,DC=Com /ddn OU=foo,DC=Dom2,DC=Com
/u Dom1/p MySecretPwd
movetree /startnocheck /s Server1.Dom1.Com /d
Server2.Dom2.Com /sdn OU=foo,DC=Dom1,DC=Com /ddn
OU=foo,DC=Dom2,DC=Com /u Dom1/p MySecretPwd
movetree /continue /s Server1.Dom1.Com /d Server2.Dom2.Com
/ddn OU=foo,DC=Dom1,DC=Com /u Dom1/p *
/verbose
AD-Datenbankverwaltung
AD Datenbanksystem:
Verwaltung über ESE System (extensible storage engine)
Dateien:
|
Edb.log
|
Transaktionsprotokolldatei
|
- protokolliert an der Datenbank vorzunehmende
Änderungen
|
|
NTDS.dit (diretory information tree)
|
Datenbankdatei
|
- Änderungen werden in der Datenbank durchgeführt
|
|
Edb.chk
|
Übertragungsprotokollierungsdatei
|
- protokolliert welche Einträge aus der edb.log Datei
bereits in die Datenbank eingearbeitet wurde
|
|
Res1.log
Res2.log
*.log ≈ 10MB Größe
|
Platzhalterdateien
|
- falls der Plattenplatz mal eng wird
|
Datenbankaufräumprozess: (online)
- läuft automatisch und regelmäßig auf jedem DC
(alle 12 Betriebsstunden)
- ermittelt und löscht Tombstones (gelöschte Objekte
werden nicht physikalisch gelöscht, sondern als gelöscht
markiert -Tombstone-. Dadurch erfahren auch die anderen DCs vom
löschen des Objekts (Replikation). Nach Ablauf des
Tombstoneintervalls wird das Objekt endgültig gelöscht)
Standard: 60Tage / Einstellbar: ADSIEdit (SupportTool)
- defragmentiert die Datenbank
Sichern der AD-Datenbank
- ntbackup starten
- sichern des Systemstatus
- Active Directory Datenbank
- Sysvol-Ordner
- Zertifikatsdatenbank
- Registrierung alle Rechner
- Startdateien
- DCOM+
|
DC
DC
CA
alle Rechner
alle Rechner
alle Rechner |
- Sicherung im laufenden Betrieb
- ntbackup kann den Systemstatus nur auf dem lokalen Rechner
sichern und wiederherstellen
- Fremdsoftware (Veritas) kann auch über das Netz
sichern
Wiederherstellen der AD-Datenbank auf dem DC
- Rechner wieder herstellen, AD installieren, replizieren
|
- nicht authorisierende Wiederherstellung
|
- authorisierende Wiederherstellung
|
|
→ ausgefallener DC, beschädigte Datenbank →
Datenbank muss offline sein → Sicherung nicht älter als
das Tombstone-Intervall
|
→ selektives Wiederherstellen von Objekten (USN wird
für selektierte Objekte um 100.000 pro Tag seit der Sicherung
erhöht => selektierte Objekte „wirken neuer“
=> setzen sich bei der Replikation durch
|
Vorgehensweise:
- Neustart des Rechners
- F8 - Verzeichnisdienstwiederherstellungsmodus (AD ist Offline
→ nicht verfügbar)
- SAM-Konto für Verzeichnisdienstwiederherstellung
- wiederherstellen des Systems mit ntbackup
- CMD: ntdsutil → authoritative restore:
- z.B. restore subtree OU=umleit,OU=firma OU=andreas,DC=de oder
restore database
- Neustart des Rechners (normaler Modus)
Weitere Datenbankverwaltungsaufgaben
- verschieben der Datenbank NUR OFFLINE
MOEGLICH
- weil volle Festplatte oder
- Laufwerk mit besserer Performance
- defragmentieren der Datenbank
- online:
- (alle 12 Stunden beim Aufräumprozess)
- ordnet die Speicherseiten der Datenbank neu an
- offline:
- manuell
- ordnet die Speicherseiten neu an und
- gibt den gewonnen Plattenplatzfrei (komprimieren)
Vorgehensweise:
|
Alle
|
nicht authorisierte Wiederherstellung
|
authorisierte Wiederherstellung
|
verschieben
|
defragmentieren offline
|
|
Systemstatus sichern
|
|
|
|
|
|
Neu starten
|
|
|
|
|
|
F8 und Verzeichnisdienst-wiederherstellung
|
|
|
|
|
|
mit SAM (security account manager) Konto anmelden
|
|
|
|
|
| |
Backup einspielen
|
Backup einspielen
|
|
|
| |
|
CMD: ntdsutil.exe
-
authoritative restore
-
…
-
quit
|
CMD: ntdsutil.exe
-
files
-
move DB to „Pfad“
-
move logs to „Pfad“
-
quit
|
CMD: ntdsutil.exe
-
files
-
compact to „Pfad“
-
quit
|
| |
|
|
|
neue NTDS.DIT über die Alte kopieren
|
|
Neu starten (normal)
|
|
|
|
|
MS-Empfehlungen:
- sichere den Systemstatus der DC's regelmäßig
- platziere die Datenbank und Transaktionsprotokolldateien auf
unterschiedlichen Laufwerken
- offline Komprimierung nur, falls viel Platz zu gewinnen ist
- verringere das Tombstone-Intervall nicht unter die 60 Tage
Standardwert
Active Directory Service - Zusammenfassung
Begriffe
| - Verzeichnisdienst |
- Zentrale Verwaltung von Netzwerkressourcen (wie Benutzer,
Computer, Drucker, Dienste)
- (Zentrale Bereitstellung von Ressourcen)
- Benutzeranmeldung in der Domäne nur einmal notwendig für alle
Ressourcen
|
| - Active Directory Service |
- logische Komponenten: GS (forest), Struktur (tree), Domäne
(domain), OU (ou), - Vertrauensstellungen, Aufgabendelegierung,
Konfigurationseinstellungen (GPO)
- physikalische Komponenten: Standorte, DC (Zugriffsoptimierung)
|
| - Schema |
- Objektklassen, welchen Attribute (Atributwerte) zugeordnet sind
- FSMO
|
| - Namen |
- DN (distinguished name): entspricht dem LDAP-Pfad (cn=Bruno,
ou=test, dc=ms, dc=com)
- LDAP
(leightweight directory access protocol): das Protokoll, mit dem man
auf Verzeichnisse des Verzeichnisdienstes zugreift Portnr.: 389
- UPN, user principal name: (bruno@ms.com), optionale Eingabe, GUID
|
Verzeichnisdienst:
- Datenbank Zugriffsdienst
- speichert Informationen über alle Netzwerkressourcen
zentral
- erlaubt zentrale Verwaltung
- logische Strukturierung der Ressourcen
- Verwaltungsaufgaben können delegiert werden
- Schema: Objekt - Attribute (→ Attributwerte)
- Namen:
| Eindeutige (definierte) Namen: |
CN=Hugo, OU=Test, DC=MS, DC=COM |
| Relativ eindeutige Namen: |
CN=Hugo |
| UPN (User Pricipal Name): |
Hugo@MS.COM |
| GUID: |
128Bit Kennung (eindeutig) |
- log. Komponenten : GS, Struktur, Domäne, OU
- phy. Komponenten : Standort, DC
DNS - ADS:
DNS ist für ADS zwingend notwendig:
- DNS ist der Namensdienst für AD:
- DNS stellt den Namensraum für ADS zur Verfügung
- über DNS werden die Domänendienste von AD für
Clients angeboten (Kerberos, GC, LDAP)→ SRV-Einträge (Serviceeinträge)
- bei Problemen hilft netdiag (evtl. netdiag /fix) weiter
- AD-integrierte Zonen: (nur auf DCs, die DNS-Server sind)
- Daten werden nicht in Dateien, sondern im AD gespeichert
- automatische Replikation zwischen DC's in dieser Domäne, → evtl. komprimiert, → alle Zonen schreibfähig
- sichere Übertragung nur zu anderen DC's, → „nur gesicherte
Aktualisierungen zulassen“ ist verfügbar, ansonsten nicht
verschlüsselt (zu sekudären DNS-Servern)
- Person muss in den Sicherheitseinstellungen (ACL) aufgeführt sein
AD-Installation:
- Voraussetzungen:
- W2k-Server
- NTFS-Partition (>250MB) (für Sysvol)
- TCP/IP
- DNS
- Adminrechte (lokal, Domänen-Admin oder
Organisations-Admin)
- Ausfuehren durch DCPromo =>
- DC (GS, Struktur, Untergeordnete, weiterer DC in
Domäne)
- AD-Datenbank (ntds.dit) + Transaktionsprotokolldateien (*.log)
- Sysvol (NTFS-Datenträger mit der Freigabe Netlogon)
- Domänendienste
- (evtl. DNS-Installation, dann DNS (63 Zeichen inkl. Punkt)- und NetBIOS (bis
15 Zeichen)-Name)
- Kennwort für den Wiederherstellungsmodus
- Berechtigungs-Kompatibilität (für NT4 wird die Gruppe JEDER der Gruppe
PREw2kkompZugriff hinzugefügt, bei W2k sind das authentifizierte Benutzer,
die Zugriff haben)
- Domänenmodus:
- gemischter Modus (nur notwendig für NT4.0-BDC's)
- (nur in eine Richtung erst nach der Installation konvertierbar zum)
- einheitlicher Modus (nur W2k DC's);Vorteil:
- Universal-Gruppen
- verschachtelte OU's
Benutzer und Gruppen:
- Massenimport / -änderungen: csvde.exe / ldifde.exe
- Benutzereigenschaften: - z.B. Profile, …
- Kontoverwaltung: - Kennwort zurücksetzen, …
Gruppen:
- globale Gruppen (Mitglieder: eigene Domäne,
Verfügbarkeit: alle Domänen mit
Vertrauensstellung(VS))
- lokale Domänengruppe (Mitglieder: alle Domänen mit
VS, Verfügbarkeit: eigene Domäne)
- Universal-Gruppen (Mitglieder: aus GS, Verfügbarkeit: in GS,
nur einh. Modus)
- lokale Gruppen (nur auf Ursprungsrechner)
Gruppenstrategie:
Benutzer → globale Gruppe → (evtl. gl. Gruppe) → (evtl.
Un.-Gruppe) → lokale
Dom.Gruppe ← Ressourcen
Veröffentlichen von Ressourcen in ADS:
Voraussetzung: Ressource ist freigegeben
- Ordner: standardmäßig nicht veröffentlicht
→ manuell (Neu / Freigegebener Ordner)
- Drucker:
- W2k Druckserver: standardmäßig veröffentlicht
→ Steuerung über Druckerfreigabe (Häkchen fuer: im
Verzeichnis anzeigen)
- Rest: muss manuell veröffentlicht werden (Neu /
Drucker)
Delegation von Verwaltungsaufgaben:
Abtreten von Teilaufgaben (z.B. Benutzerverwaltung, Kennwort
zurücksetzen) an Benutzer (Hilfsadmin), typischerweise auf OU
Ebene (OU Struktur wird u.a. nach Gesichtspunkten der Delegation
aufgebaut)
- Assistent: Objektverwaltung zuweisen (Sicherheitseinstellungen
(DACL) werden modifiziert) vom Objekt, das verwaltet werden
soll
| Benutzer → Token |
{AD-Rechtesystem ähnlich wie NTFS aber nicht
identisch: Vererbung, Verweigern, Gruppen → OU} |
| AD-Objekt → ACL |
Gruppenrichtlinien: Anwendung
- werden im GPC und auf Sysvol gespeichert
- → aus dem GPC werden Verknüpfungen erstellt zu
| Abarbeitung |
↓ [lokales GPO] |
(keine Verknüpfung, lokal auf dem Rechner)
|
| ↓ Standort |
Alle auf einen Benutzer oder Computer
zutreffenden
GPOs werden nacheinander angewandt. Bei Konflikten
setzt sich die zuletzt angewandte Richtlinie durch. (Computer
gewinnt gegen Benutzer) |
| ↓ Domäne |
| ! OU |
Sind mehrere GPOs auf einer OU angewandt so gilt die
Prioritätsliste.
- GPO Vererbung (kann deaktiviert werden, → nicht
selektiv)
- GPO Optionen:
- Kein Vorrang:
- Wird zuletzt angewendet; setzt sich durch
- Kann nicht blockiert werden
- Deaktiviert:
- Benutzerkonfigurationen gelten für Benutzer
unabhängig vom Computer
- Computerkonfigurationen gelten für Computer
unabhängig vom Benutzer
- Über das Recht „Gruppenrichtlinie
übernehmen“ kann gesteuert werden, wer diese GPO
Einstellung erhält „Filtern von Gruppen“.
- Tools:
- secedit /refreshpolicy (machine_policy / user_policy) initiiert
die Neuanwendung der GPO
- Normal:
- Computereinstellungen:
- Neustart
- Intervall (5 min beim DC, sonst 90 min)
- Benutzereinstellungen:
- Anmelden
- Intervall (90 min)
- gpresult.exe
- replmon.exe
Rechte:
Um ein GPO zu bearbeiten, zu erstellen oder um sie zu verknüpfen, braucht
man spezielle Rechte. Setzt man das Recht Schreiben in der ACL der GPO, kann man
die jew. GPO bearbeiten. Zum Erstellen muss man Dom.-Admin,
Richtlinien-Ersteller bzw. Besitzer sein. Um Verknüpfungen zu erstellen, muss
in der ACL der OU das Recht GPLink und GPOption vergeben sein. Das kann aber
auch mit einem Asisstenten zur Objektverwaltung gemacht werden.
Gruppenrichtlinien: Inhalte
- Sicherheitseinstellungen: Computer begrenzt User
- z.B. Kennworteinstellungen
| Überwachungsrichtlinie: |
Objektzugriffe |
NTFS |
| |
Kontenverwaltung |
AD-Benutzer |
| |
AD-Zugriffe |
AD-Objekte |
| |
Anmeldeereignisse |
|
- Privilegien: zuweisen von Benutzerrechten
- IPSec Richtlinien
- Sicherheitsvorlagen (selbst erstellen oder vorgefertigte /
*.inf) können in GPO's in- und exportiert werden
- Softwareverteilung:
|
Benutzer
|
|
Computer
|
| |
|
Zuweisen
|
Windows Installer
|
Zuweisen
|
-
beim Anmelden Verknüpfung ins Startmenü
-
bei Aufruf
Installation
-
Bereitstellen in System…
-
*.Verknüpfung
→ Installation
|
*.msi *.mst *.msp
|
-
beim Computer installiert
|
| |
|
Veröffentlichen
|
|
|
-
Bereitstellen in System…
-
*.Verknüpfung →
Installation
|
*.msi *.zap
|
|
- Skripte (*.bat, *.cmd, *.vbs, *.js, *.pl)
- Computer
- Benutzer
- Intellimirror
- Softwarekategorien
- Entfernen
- komplettes Softwarepaket
- nur die Zuweisung
| Desktop |
welche Symbole verfügbar sind |
| Startmenü |
welche Features verfügbar sind |
| System |
wie arbeiten GPOs |
| Netzwerk |
wer darf was ändern |
| ... |
|
Multi-Domänenumgebung:
- Domäne:
- Sicherheitsbereich
- Replikationseinheit
- Struktur:
- besteht aus über-/untergeordneten Domänen, die einen
gemeinsamen Namensraum nutzen
- Vertrauensstellung zwischen über-/untergeordneter
Domäne
- implizit
- transitiv
- gegenseitig
- In einer GS vertraut jede Domäne jeder
anderen
- GesamtStruktur
- gemeinsames Schema
- gemeinsamer Globaler Katalog
- getrennter Namensraum
- Vertrauensstellung zwischen den Top-Domänen der
Strukturen
- implizit
- transitiv
- gegenseitig
- In einer GS vertraut jede Domäne jeder anderen
- Vertrauensstellung:
- nicht transitiv
- einseitig
- explizit
- Ressourcenzugriff entgegen dem Vertrauen
Standorte und Replikation:
|
NTDS.DIT

|
Replikationstopologie: (Standort intern)
- DCs einer Domäne
- DCs der GS
- → Ringstruktur (automatische Erstellung der
Verbindungsobjekte durch den KCC)
- Alle Objekte der GS, aber nicht mit allen Attributen
Standardintervall der Replikation 5min
Standorte: Standorte sind Bereiche, die über eine schnelle,
zuverlässige und permanente Netzverbindung verfügen
- Neuer Standort:
- neuer Standort
- Standortverbindungsobjekt
„Standortverknüpfungen“
- Zuordnung von einem oder mehreren IP-Teilnetzen zum Standort
(Identifikation)
→ DC am Standort wird von Clients bevorzugt verwendet
(DNS)
|
min. 1 DC pro Standort (+ 1 DNS) Replikation - Standort
übergreifend:
- Standortverbindungsobjekt
- Replikationsintervall
- Replikationszeitplan
- (- Kosten ↔ bevorzugte Verwendung)
- → System (KCC, ISTG) verwendet die Daten um
Verbindungsobjekte zu erstellen:
- Kein Ring, sondern Bridgehead-Server
- Kein Benachrichtigungsprizip
- Replikationsverkehr komprimiert
Replikationsprotokolle
|
RPC
|
SMTP
|
|
inter
|
inter
|
| intra |
|
| |
asynchron
|
| |
Zertifikate nötig
|
| |
unzuverlässige Verbindungen
|
Betriebsmasterrollen (FSMO)
- bestimmte Aufgaben müssen im Singlemaster ausgeführt
werden
|
- Schema-Master
|
1 x pro GS * |
- verwaltet Änderungen am Schema (Schema Admin)
|
|
- Domänennamens-Master
|
1 x pro GS * |
- verwaltet Änderungen an der Konfiguration der GS
(±Domänen) (Organisations-Admin)
|
| Empfehlung: Schema- +
Domänennamensmaster sollten auf einem Rechner laufen
|
|
- PDC-Emulator
Bei Ausfall schnell ersetzen
|
1 x pro Domäne |
- Emuliert PDC für NT4.0 BDCs im gemischten Modus
- Kennwortänderungen für Pre-W2k Clients
- speichert alle Kennwortänderungen (Repl. Zeit)
- Zeitsynchronisation
- zentrale Verwaltung von GPOs
|
|
- RID-Master
|
1 x pro Domäne * |
- vergibt relative ID aus seinem zentralen ID-Pool an andere
DC
|
|
- Infrastruktur-Master
|
1 x pro Domäne (Domänenübergreifend) |
- Konsistenz von Gruppenmitgliedschaften
|
| Empfehlung: Sollte nicht auf einem Rechner
mit dem GC laufen, aber in seiner Nähe sein |
Masterrollen können an andere DCs vergeben werden
- übernehmen (Master verfügbar)
- erzwingen (Master nicht verfügbar)
* Originalmaster dürfen nach „erzwingen“
nie mehr ins Netz
AD-Datenbankverwaltung:
|
EDB.LOG
|
Transaktionsprotokolldatei
|
Durchzuführende Änderung
|
|
EDB.CHK
|
Transferprotokolldatei
|
Überwachung des Datentransfer von edb.log nach ntds.dit
|
|
NTDS.DIT
|
Datenbankdatei
|
Endgültige Datenbank
|
- Datenbankaufräumprozess: (12h automatisch, online →
Tombstones prüfen und löschen →
Defragmentierung)
- Datenbanksicherung: ntbackup.exe: Systemstatus sichern
- Datenbankwiederherstellung:
| |
Authorisierend
|
Nicht authorisierend
|
verschieben
|
komprimieren + defragmentieren
|
|
|
ja
|
ja
|
ja
|
ja
|
|
Sicherung einspielen
|
ja
|
ja
|
nein
|
nein
|
|
NTDSutil verwenden
|
Authoritative restore …
|
nein
|
Files: move DB to „Ziel“
|
Files: compact to “Ziel” → Kopieren über
alte NTDS.dit
|
|
Normal starten
|
ja
|
ja
|
ja
|
ja
|